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Wie baue ich ein Gründach selber?

Gründächer verbessern die Luft in der Großstadt, sie dämmen den Lärm ein und führen Regenwasser in den natürlichen Kreislauf zurück. Grundsätzlich kommen zwei Arten der Dachbegrünung gulli-349496_640in Frage, zum ersten die Intensive – und zum zweiten die Extensive Begrünung. Erstere ist deutlich aufwändiger, sowohl in der Pflege als auch bei den Kosten.

Eine Bepflanzung erfordert eine dicke Schicht Substrat, erst dann können Sträucher, Stauden und vielleicht sogar Bäume gepflanzt werden. Natürlich muss bei einer Begrünung vorher genau die Statistik geprüft werden. Bei Flachdächern bietet sich deshalb die extensive Begrünung an. Die Pflanzen, die dann dort wachsen sind Moose, Kräuter und Sedum-Arten.

Die wichtige Voraussetzung

Wichtigste Voraussetzung ist ein dichtes und wurzelfestes Dach. Die gängigen Bitumen-Schweißbahnen auf einem Flachdach halten zwar die Nässe fern, kapitulieren jedoch schnell vor einem Wurzelwuchs. Hier sollte immer eine Wurzelschutzfolie der Anfang sein. In Sachen Abdichtung sollte man immer auf Nummer sicher gehen, bevor das Begrünen beginnt. Es sollte auf jeden Fall ein Dachdecker oder ein Landschaftsgärtner mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Jedes Grün Dach sollte so aufgebaut sein, dass es genügend Regenwasser für die Versorgung der Pflanzen speichern kann. Gleichzeitig muss gewährleistet sein, dass überschüssiges Wasser über Dachgullys ablaufen kann. Bei den Begrünungssystemen findet man unterschiedliche Lösungen und Materialien. So gibt es Vliese und Matten, die Speicher- und Drain Elemente in einem sind. Bei der Auswahl von Substrat spielen die Statik des Hauses als auch die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen eine nicht untergeordnete Rolle.

Begrünung mit System

Für die Extensiv Begrünung von Dächern findet sich inzwischen ein umfangreiches Angebot. Es existieren mittlerweile viele Systeme, die sich schnell und unkompliziert verlegen lassen. Durch vorkultivierte Vegetationsmatten kann man schon nach relativ kurzer Zeit für die Arbeit belohnt werden. Fertig mit Moos, Kräutern oder Sedum-Gewächsen begrünte Kokosmatten stehen bereits nach vier bis sechs Wochen in voller Blüte, natürlich nur, wenn die Witterung mitgespielt hat.

Je steiler ein Dach, desto schwerer wird es, dieses zu begrünen. Ab 10 bis 15 Grad Neigung sind meistens aufwändige Konstruktionen nötig, um einen geregelten Wasserhaushalt zu gewährleisten. Außerdem muss ein Abrutschen der Vegetation verhindert werden. Bevor jemand also sein Dach begrünen möchte, sollte er sich unbedingt mit einem Fachmann beraten, da sonst mehr Schaden als Gutes angerichtet werden kann.